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Kalari in Kannur Indien
KKA Kalari in Kannur, Indien

Ein Kalari wird traditionell für den Unterricht und Heilbehandlungen genutzt.


Kalarippayat bedeutet in einem Satz:

„When the body becomes all eyes“ – „Wenn der Körper zum Auge wird“

 

Kalarippayat kurz auch Kalari genannt ist eine ca. 5000 Jahre alte südindische Kampf- und Heilkunst. Das Kampfkunst-Training besteht hauptsächlich aus dynamischen Übungen, die die Muskeln des gesamten Bewegungsapparates nicht nur aufbauen, sondern auch elastisch machen. Durch regelmäßige Übung werden Ur-Instinkte, die in jedem von uns stecken, geschult. Alle Übungen sollen bewusst und fokussiert praktiziert werden. Der „Focus“ ist dabei immer nach außen gerichtet, dass heißt: Augen auf!

 

Bewusstsein oder „Focus“ bedeuten im Kalari: Konzentration, Loslassen und „In sich selbst Ruhen“ zugleich. Der Fokus ist dabei nicht tunnelartig auf ein Ziel gerichtet, sondern sowohl Umgebung als auch das eigene Selbst sind hier miteingenommen. Die Bewegungen folgen dem Blick und der Praktizierende ist 100% präsent.

Die Bewegungen des Kalari erinnern an Elemente aus dem Kung Fu und muten gleichzeitig tänzerisch an. Die Bewegungen werden meist fließend ausgeführt. „Abgehackte“ Tritte und Schläge wie beispielsweise beim Karate finden sich kaum. Anfänglich wird der Körper durch das Wiederholen sogenannter Formen geschult, und wer möchte kann später die Kampfkunst mit Waffen erlernen.

 

Die Kampf- und Heilkunst basiert auf dem Konzept der Nadis und Marmapunkte des menschlichen Körpers. Dabei sind Nadis Energielinien, die unseren Körper durchlaufen. Jeder Mensch besitzt 14 Nadis und ca. 108 Marmapunkte, die vergleichbar sind mit den Akupunkturpunkten aus der Chinesischen Medizin. Die Lehrer (auch Gurukkal genannt) gelten in Indien als Mediziner und waren schon immer die Ärzte, die bei offenen Wunden, Knochenbrüchen und Muskel-, Sehnen- bzw. Gelenkbeschwerden von den Einheimischen aufgesucht wurden. Viele Übungen aus dem Kalari werden in Indien physiotherapeutisch eingesetzt. Die positiven Effekte dieser Übungen werden mittlerweile auch weltweit genutzt.

 

Kalarippayat arbeitet mit fünf Grundprinzipien

(auch bekannt aus dem Ayurveda = Erde, Wasser, Luft, Feuer und Raum/Äther), die während den Übungen geschult und beachtet werden sollen: Erdung/Grounding

Ausrichtung/Alignment

Fluss/Flow

Konzentration/Focus

Geschmeidigkeit/Flexibility

 

Kalari Basic:

„Kalari Basic“ unterrichtet die Basispoitionen und Schritte, auf denen die traditionelle südindische Kampfkunst "Kalarippayat" basiert.

 

Der Praktizierende erlernt die verschiedenen Tierpositionen, auf denen Kalarippayat aufgebaut ist. Die Aufmerksamkeit während des Unterrichts ist dabei nach Außen, auf die Umgebung gerichtet, damit der Fokus geschult wird. Der Höhepunkt jedes Kalari Basic Trainings ist die fließende Umsetzung der Kalari Vandanam,  die die erlernten Tierpositionen dynamisch miteinander verbindet. Fortgeschrittene erlernen weitere Formen und Übungen, die nach mehreren Jahren Praxis mit traditionellen Waffen aus dem Kalarippayat weitergeführt werden können.

 

Regelmäßiges Training kräftigt die Muskulatur des gesamten Bewegungsapparates, vermittelt „Grounding“ und macht Flexibel.

Das Körperbewusstsein wird geschult, die Ausdauer verbessert und das Selbstbewusstsein wird gesteigert.

 

Kalari Basic ist der beste Einstieg für Erwachsene. Für Kinder ab dem 8. Lebensjahr empfehle ich Kalarippayat (siehe auch weiter unten!).

 

 

Kalarippayat:

 

Kalarippayat ist eine indische Kampf- und Heilkunst. Es heißt, es ist die Mutter aller Kampfkünste und stammt aus Südindien (Kerala). Es gibt drei Stile: Southern, Northern und Central Style. Alle drei Stile werden  von meinen Lehrer Manuel Schärfl und Gurukkal C. M. Sherif unterrichtet.

 

Ähnlich wie im Ayurveda arbeitet man mit den körpereignen Doshas (Dosha ist ein entscheidender Begriff im Ayurveda und bezeichnet die drei verschiedenen Lebensenergien Vata, Pitta und Kapha, die dem Menschen seine individuelle Konstitution verleihen und seine körperliche und geistige Funktion regulieren), um diese auszubalancieren. Der Unterricht besteht aus gelernten Formen, die fließend umgesetzt werden und die Beweglichkeit des Körpers trainieren. Sprünge und tiefe Ausfallschritte machen flexibel und erden. Die Reaktionskraft wird geschult und der starke Fokus beim Training macht wach. Fortgeschrittene können die Waffenkunst erlernen. Hier arbeitet man zuerst mit Holzwaffen (Long- und Shortstick, dann folgt Otta), im Anschluss werden Metallwaffen (Schwert- und Schild, Speer, Dolch etc.) erlernt. Störungen des Bewegungsapparates können durch Kalari Massagen und durch gezieltes Kalarippayat Training verbessert werden.

 

Regelmäßiges Training erhöht die körperliche Fitneß, der Körper erlangt Geschmeidigkeit und eine innere Balance wird geschaffen. Kalarippayat arbeitet sehr stark mit der Erdanziehungskraft und dem Fokus nach außen, der immer wieder aufgegeben wird, um ihn zu schulen und schnell zurück zu erlangen.

 

 

Kalarippayat für Kinder:

 

Auch für Kinder ist Kalarippayat ein sehr guter Ausgleich zu Schule und anderen Aktivitäten. Antriebslosigkeit, Unruhe und allgemein Konzentrationsschwäche wird durch die Bewegungsübungen ausgeglichen. Wissenschaftlich erwiesen wird durch regelmäßige Bewegung die Konzentrationsfähigkeit gestärkt. Dabei beinhaltet der Begriff Konzentration all die wichtigen Facetten, die die Kampfkunst Kalarippayat lehrt:

  • Erdung, bzw. in sich gesammelte Ruhe, sich in sich selbst wohl fühlen, mit beiden Beinen fest auf dem Boden stehen
  • schnelles Reaktionsvermögen
  • Fokus, also erhöhte Wachsamkeit

Die Unterrichtsstunde besteht, ähnlich wie bei den Erwachsenen, aus Beinschwüngen, verschiedenen, schnellen wie auch langsamen Bewegungsabfolgen und den Tierformen, die spielerisch umgesetzt werden. Der Elefant vermittelt Ruhe und gibt Kraft in den Beinen,  das Pferd hat den Drang nach vorne und steht stolz, die Schlange hat ein hohes Maß an Beweglichkeit (kleiner Auszug der verschiedenen Tiere). Das Hineinversetzen in die unterschiedlichen Tiere regt die Fantasie an und verstärkt den Spaß an der Bewegung.
Fortgeschrittene erlenen die Langstock-Kampfkunst, wobei den Kindern bald bewusst wird, dass ein reines „drauf hauen“ viel weniger bewirkt, als ein bewusster Umgang mit einem Stock, der im Kalarippayat immer als Verlängerung des eigenen Körpers eingesetzt wird. Kinder lernen hier ihre Kraft zu dosieren und Ängste abzubauen. Bei Partner-Übungen lernen Sie sich auf ihr Gegenüber einzustellen und auf den Rhythmus, die Bewegungen und das Tempo zu reagieren.

Kalarippayat beruht auf dem Prinzip des Ahimsa (Nicht-Gewalt) und zielt nicht darauf ab, seinen Gegner zu verletzen, sondern seinen Körper besser kennenzulernen und in einem respektvollen Miteinander zu leben. Nur derjenige, der seine eigene Aggression im Griff hat, kann im Kampf bestehen. Dies wird im Unterricht vermittelt und führt bei den Trainierenden zu mehr Mut und Selbstbewusstsein im täglichen Leben. Ihr Kind wird dadurch eine starke Persönlichkeit.

Im Kalarippayat gibt es kein Gürtelsystem (wie bei anderen Kampfkünsten), daher fällt der Leistungsdruck weg. Die Kinder lernen spielerisch im eigenen Tempo und werden jeweils nach ihrem Können gefördert.

Ich würde mich sehr freuen, auch bald ihr Kind bei mir im Unterricht begrüßen zu dürfen. Die Bewegungskunst ist für Mädchen wie Jungen gleichermaßen geeignet.

 

 

 

Ist das Interesse geweckt? Ein kurzer Anruf genügt und ich freue mich darauf mehr über diese besondere Kampfkunst erzählen zu dürfen.

 

Weitere Infos zu Kalarippayat:

www.kalarippayatacademy.com

www.kalarimunich.com

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